Big dumps and perfect powder conditions – that’s our life!

Letztes

erstes Video ist fertig!

Es gibt mal wieder was neues von den Powdernörds. Das erste Video ist fertig mit viel Heliskiing mit H2O, dem Unternehmen von Dean Cummings.

The last frontier

Nachdem uns Karren von H2O eine Email schrieb, dass wir für morgen einen Platz im Heli bekommen, fuhren wir gleich wieder zurück nach Valdez. Unser nächstes Heliabenteuer musste aber dennoch verschoben werden, da sich das Wetter noch nicht von seiner besten Seite zeigte und den Schneefall weiterhin forcierte. Wir nutzten den Tag um unsere Akkus noch richtig zu laden und dafür eignet sich am besten gutes Essen. Am heutigen Abend stand Hummer und Seespinne auf unserer Wohnmobil- Essens- Agenda. Auf dieses Essen haben wir uns schon seit Tagen gefreut. Nach einigen Bier und gefühlten zwei Stunden später stank es in unserem Wohnmobil wie auf einem Fischkutter, unsere Mägen waren allerdings gefüllt und geschmeckt hat es auch noch vom allerfeinsten! Das war das Essen des Trips! Am Abend fand eine Party mit Livemusik im Rahmen des Tailgate Festivals am Hafen von Valdez statt. Wir haben diese Party aber recht ruhig angehen lassen und waren aufgrund des bevorstehenden Helitags auch wieder recht zeitig im Bett.

Es war soweit, Bluebird-Tag nach einem intensiven Schneefall und schon waren wir  auf dem Weg zum Heli. Wohl jeder Freerider wartet auf solche Tage und wir sind mittendrin statt nur dabei, juhu! Angekommen mit breitem Grinsen am Heliplatz gab es einen Guidewechsel und Trommelwirbel, wir bekamen Dean Cummings! Bluebird Helitag mit Dean als Guide, Freerideherz was willst Du mehr?! Ein Wahnsinnstag nahm seinen Lauf. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, an einem solchen Tag mit einer Freeridelegende seine Lines zu ziehen. Überglücklich sind wir am Abend wieder an unserem Wohnmobil angekommen. Nach einem Entspannungsbier bekamen wir die Frage, ob wir morgen auch noch mal fliegen wollen? Nach kurzem Wettercheck gab es für uns nichts zu überlegen, natürlich wollen wir!

Das Wetter zeigte sich mal wieder von seiner besten Seite, blauer Himmel von der früh weg. Heute durften wir mit Leadguide Mike losziehen. Am Vortag haben wir bei Dean wohl einen guten Eindruck hinterlassen (Zitat: „Those guys can fucking ski everyting“) , so dass wir mit Mike gleich wieder steile Lines angingen. Die klassischen AK- Lines mit Spines und Bergschrund standen heute auch auf der Tagesagenda. Unsere Begeisterung war nahezu am Siedepunkt angekommen. Nach einem längeren Gespräch mit Mike haben wir uns noch mal mit Dean’s Frau Karren getroffen und berieten, was wir noch für Optionen auf interessantes AK- Gelände hätten. Am Abend bekamen wir nochmals eine Email, dass wir am nächsten Tag mit Dean am späten Nachmittag noch ein großes Face anfliegen könnten und das zu einem fairen Preis. Auch da zögerten wir keine Sekunde und das nächste Abenteuer stand schon vor der Tür.

Nach einem kurzen Gespräch mit Dean über unsere Wünsche saßen wir auch schon wieder im Heli. Nach einem weiteren Flug durch eine unglaubliche Landschaft fragte Dean uns, was wir von dem Face halten? Face? Eine steile Flanke die mit der Nachmittagssonne unglaublich wirkte. Wir meinten noch, dieses Face hier vorne? Dean bestätigte es nochmal und wollte wissen, wer was fahren möchte. Andy entschied sich für den rechten Spine und Didi für den linken. Chris wurde auf dem Berg schräg gegenüber abgesetzt zum Fotografieren. Dean zeigte uns dann anschaulich, wie man perfekt mit einem Spine umgeht. Wenig später ging dann das Abenteuer für Andy und Didi los. Beide zogen kontrolliert ihre Lines auf dem Spine -den folgenden Sluff ständig unter Beobachtung- souverän zu Ende. Was für ein Gelände!  Für Chris ging die Aktion leider nicht so gut zu Ende und er wurde wieder auf dem Gipfel abgeholt, da die Helizeit schon recht fortgeschritten war.

Nach unglaublich intensiven Helitagen und einem Downday hieß es für uns wieder, earn your turns. So ging es von Valdez hoch zum Thompson Pass wo wir heute mit Claudia und Alex unterwegs waren. Beide hatten auch noch einen guten Tipp, wo wir guten Schnee finden können. Nach einem sehr langen Zustieg wartete ein gigantischer Kessel auf uns. Viele unverspurte Rinnen konnten wir Ost- und Westseitig sehen. Nach einer kurzen Diskussion war unser Ziel auch schon fixiert, das Nordface am Ende des Kessels sollte es werden. Nach wiederum langem Weg standen wir endlich am Ende des Kessels und es ging zu Fuß weiter. Dafür wurden wir allerdings zuerst mit einer grandiosen Aussicht und anschließend mit einer Abfahrt mit feinstem Pulver belohnt und der schöne Tag wurde mal wieder mit Grillen und Bier beendet.

Am gestrigen Zustieg haben wir auch schon unser neues Ziel gefunden, ein weiterer Kessel, etwas weiter östlich. Der Zustieg war, wie auch schon am Vortag, nicht gerade kurz. Dort sollte unser Abfahrtsziel eine schöne Rinne in Ostexposition werden. Auch dort kamen wir voll auf unsere Kosten.

Die Zeit schritt auch immer mehr voran und wir brachen unsere Zelte am Thompson Pass ab und machten uns auf den Rückweg nach Anchorage. Der überragende Trip, der alle unsere Wünsche und Erwartungen deutlich übertraf, wurde im Nachtleben von Anchorage gefeiert, bevor wir die lange Rückreise nach München antraten.

In München wurden wir anständig begrüßt. Unsere Mädels warteten im Dirndl mit einem Plakat „Dahaom is Dahaom“ auf uns. Zudem brachten sie Bier und Leberkäse mit. Einen besseren Empfang hätten wir uns nicht vorstellen können!

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Thompson Pass kicks ass

Thompson Pass was calling! So ging es den weiten Weg vom Hatcher Pass bis kurz vor Valdez. Links und Rechts vom Highway konnten wir ständig unglaublich schöne Landschaftsbilder wahrnehmen.  Riesige Gletscher, steile Bergflanken sowie einige Eisriesen.

Am späten Abend kamen wir dann am Thompson Pass an und nachdem die Wettervorhersage für die folgenden Tage sehr gutes Wetter versprach, machten wir einen kurzen Zwischenstopp bei den Jungs von Valdez Heliski- Guides um nach freien Plätzen zu Fragen. Nach wenigen Minuten hieß es, kommt morgen früh vorbei es schaut nicht schlecht aus. Perfekt! Der erste Helitag stand vor der Tür und unsere Vorfreude stieg gleich gewaltig an. So hieß es schon mal Sohlenwechseln und die Praxis Powderboards (Anm: richtig fette Dinger!;)) aus dem Skibag holen.

Am Parkplatz trafen wir dann zwei Bekannte Gesichter, Claudia und Alex aus München, die sich gerade auf einer langen Nord- und Mittelamerikatour befinden. Nach ein paar Bier ging es auch zeitig ins Bett, um auch am ersten Helitag richtig fit zu sein.

Am Morgen bei den Jungs von Valdez Heliski – Guides gab es eine vorgeschriebene kurze Schulung über Lawinen incl. LVS- Suche, Sluff- Management sowie das Ein- und Aussteigen aus dem Helikopter und am Nachmittag war es dann endlich so weit: Wir saßen im Helikopter und es ging los! Zuerst gab es einen „Warm Up Run“, damit der Guide die skitechnischen Fähigkeiten der Gruppe einschätzen kann. Aber 1650 Höhenmeter „cruisen“ durch schön gesetzten Powder in kupierten Gelände, lassen wir uns als „Warm Up Run“ einreden. Im zweiten Run stand gleich eine steile Flanke auf der Agenda, wo wir uns fühlten wie die Pro’s in den diversen AK- Filmsequenzen. RFS hieß die Line: Really Fucking Steep … das war sie auch. Nach einem weiteren Run war dann unser erstes Heli- Abenteuer auch zu Ende. Eins war sicher, es sollte definitiv nicht unser letztes Heliabenteuer während unserem Trip werden.

Im Moment läuft das Tailgate Festival am Thompson Pass, so dass deutlich mehr Freerider als normal unterwegs sind. Wirklich glücklich sind wir darüber nicht, bei den fast unzähligen Tourenmöglichkeiten am Pass können wir aber gut damit leben. Das Festival bietet aber auch einige Vorteile, da sich zahlreiche Anbieter von Schneemobiltouren auf der Passhöhe befinden. Wir benutzten die Unterstützung von Big Mountain Taxi, die Alex und uns drei mit Schneemobilen zum Einstieg in eine schöne „S- Rinne“ am Python brachten. Durch die Unterstützung der Schneemobile spart man sich einfach die zum Teil sehr langen Zustiege. Danach ging es zuerst mit Fellen, dann weiter zu Fuß in Richtung Gipfel. Leider wurde das Licht mit zunehmender Zeit immer diffuser, so dass die ersten Meter in dieser 45° bis 50° steilen Rinne schon etwas abenteuerlich waren. Nichts desto trotz war es wieder mal ein feiner Skitag.

Ein Sturm zog nun herbei und wir brachen unsere Zelte am Pass ab und fuhren weiter nach Valdez, wo sofort der Supermarkt und die Tankstelle geplündert wurden. Den Downday wollten wir auch nicht ungenutzt lassen und machten bei H2O- Heliskiing ebenso die vorgeschriebene eine kurze Schulung incl. LVS- Suche. Wir hatten auch gleich die Ehre mit der Freeridelegende und Eigentümer von H2O, Dean Cummings, einige Worte zu sprechen und er zeigte uns  noch das riesige Gebiet, dass nur H2O anfliegen darf. Nach freien Plätzen erkundigten wir uns auch gleich und erhofften die Tage eine Email über drei freie Plätze zu bekommen. Nach einem Sturm mit viel Neuschnee, wollen sogar die Locals, sowie alle anderen Skibums in dem Gebiet einen Platz im Heli. D.h. es gleicht einem Lotteriespiel, ob man einen Platz bekommt, oder nicht. 

Länger wollten wir aber in Valdez nicht bleiben und fuhren nach einem Tag im Ort wieder hoch zum Pass. Wir hatten Glück und und erwischten ein kleines Schönwetterfenster, dass wir sofort für eine gemütliche Nachmittagsskitour nutzten. Wir gönnten uns ein Bier nach der Skitour und checkten unsere Emails, als andY freudig rief: Wir haben ein Mail von  H2O Guides….!

Was in der Email stand und wie es mit unserem AK- Abenteuer weitergeht, wird im nächsten Update erzählt. Ihr könnt gespannt sein!

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Hatcher Pass

Vom Turagain Pass ging es über Anchorage -schliesslich brauchen wir Fleisch und Bier!- weiter zum Hatcher Pass

Didi macht sich gern für's Bild zum Hampelmann

Angekommen auf der Passhöhe wurden wir erstmal etwas enttäuscht: ein nahezu voller Parkplatz, viele Familien, Schneemobile sowie auch einige Tourengeher. -So haben wir uns AK nicht vorgestellt.

Auf dem Parkplatz neben uns trafen wir ein paar Telemarker, die nach ihrem Run den Frühlingsanfang feierten. Nach einem kurzen Wetter- und Schneeverhältnis-Update boten sie uns „gscheide Elchkäsekrainer“ und Bier an, so dass sogar Chris für kurze Zeit seinen geliebten bayrischen Leberkääääs vergessen konnte. So kann man Enttäuschungen schon verdauen.

Die Leute hier sind sehr freundlich und man fühlt sich zu keiner Zeit als Auswärtiger. Nach einer recht einsamen Nacht am Pass erkundigten wir das Gelände –irgendetwas in einer Nordexposition sollte es sein. So quälten wir uns eine extrem blöde angelegte Spur nach oben. Besser eine schlechte angelegte Aufstiegsspur als eine selber anlegen war das Moto. Dafür wurden wir in der Abfahrt mit sehr gutem Schnee belohnt. Wir sind nun endgültig in AK angekommen!

Danach direkt noch einen schönen Fotorücken in der gleichen Exposition, wo der Schnee noch besser war. Sauber. Und wir hatten auch gleich ein drittes Ziel im Auge: eine schöne, lange Rinne. Kurz vor dem Einstieg in die Hauptrinne lernten wir die schnellen Wetterwechsel in AK kennen. Innerhalb von wenigen Minuten verschwand die Sonne und die Wolken entwickelten sich zum absoluten Whiteout, so dass wir unsere Unternehmung abbrechen mussten.

Das Highlight des Tages stand uns aber noch bevor. Am Camper angekommen schlug das Wetter direkt wieder um und die SOnne kam wieder raus, so dass wir den Grill für unser 2 kg Steak herausholen konnten. „Mann“ glaubt es kaum, aber die 2 kg Fleisch überlebten den Abend nicht und drei Freeskier gingen zufrieden mit vollem Magen in ihre Schlafsäcke. Nachdem uns weiterhin das schöne Wetter die Treue hielt, beschlossen wir am nächsten Tag noch eine kleine Tour zu machen und dann erst aufzubrechen. Wir hatten ja noch eine Rechnung mit der Rinne vom Vortag offen.

Man glaubt es ja kaum, Wochenende vorbei und kaum Autos am Parkplatz, und trotzdem sind wir nicht die ersten am Einstieg… Aber das warf uns auch nicht aus der Bahn und wir wählten eine weitere nette Variante eine paar Meter weiter. So gingen dann zwei Tage am Hatscher Pass sehr schnell vorüber und wir machten uns auf den Weg in Richtung Valdez.

Im nächsten Blog gibt es dann einiges über unsere Abenteuer in der Ecke Valdez zu berichten.

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Endlich in AK! Die ersten Kontakte mit Schnee hatten wir auch schon…

Nach Start am Montag im Biergarten in München waren wir nach einer durchzechten Nacht in Amsterdam, Flugverspätungen und nervigen Kindern, die einem ständig das Knie in den Rücken rammten, endlich in Anchorage angekommen. Nach einer ersten Nacht in unserem fahrbaren Hotel ging es nach Einkaufen, Wettervorhersage checken und Satellitentelefon leihen, in Richtung Süden zum Turnagain Pass.

Nach einer kompletten Nacht mit starkem Regen auf Passhöhe waren wir schon recht skeptisch, jedoch nur kurzzeitig! In den frühen Morgenstunden verschaffte sich die Sonne immer mehr Oberwasser, die Wolken verschwanden und wir bekamen eine unglaubliche Landschaft zu sehen, steile Flanken so weit das Auge reichte, und eine gigantische Schneebasis.

So ging es auch recht schnell los mit unserer ersten Erkundungstour. Wir wurden nicht enttäuscht und die Schneefallgrenze war auch nicht so hoch, wie erwartet. Nach einigen Stunden touren – mit dieser Wahnsinnskulisse – waren wir auch schon auf unserem ersten AK- Gipfel angekommen. Vor der Abfahrt hatten wir bereits unser Ziel für den Folgetag im Visier, perfekt. Nach unser ersten AK- Abfahrt waren wir auch sehr zufrieden mit Bier vor unserem Motorhome in der Sonne gesessen. Nach einer klaren Nacht hatten wir dann klassische Frühlingsbedingungen, in der Früh war alles schön hart gefroren. So machten wir uns auf den ca. drei km langen Weg durch ein Tal bis wir vor unserem Ziel standen. Motiviert ging es immer weiter nach oben, schöner gesetzter Pulver in der Nord- West Exposition, was will man mehr. Bei „AK – untypischen“ Temperaturen erreichten wir dann auch recht zeitig den Gipfel und wurden mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Nach Diskussion über den aktuellen Schneedeckenaufbau (eingeschneite Reifschicht) haben wir uns dann dafür entschieden, unsere erste Dreamline doch noch etwas zu verschieben und uns für die sichere Variante entschieden.

Nach Studium der Wettervorhersage, werden wir in den nächsten Stunden zu unserem neuen Ziel aufbrechen… – dem Hatcher Pass

Super-GAU

von Knut, Photos von Baschi Bender

Wer hätte das gedacht? Wenige Tage vor der Abreise nach AK und dem Beginn der Jagd nach den Dreamlines des Lebens ist alles in weite Ferne gerückt. Hatte ich es Anfangs der Woche noch genossen, damit zu prahlen, wohin ich nächsten Montag unterwegs sein würde, ist der Gedanke daran jetzt in weite Ferne gerückt. Plötzlich stehen Eiswürfel machen, Schiene einstellen, Arzt und Putzfrau organisieren und andere völlig seltsame Dinge im Fokus. Strange life…

Dabei hatte sich gerade erst in letzter Minute alles zum Besten gewendet. Ich hatte Didi’s Tourenfreerider vom Schweizer  G3-Importeur Icon Outdoor abgeholt, Christoph von Bergans hat unsere Equipment-Not spontan behoben und Didi und mich mit Schlafsäcken und warmen Daunen-Jacken versorgt und die Jungs von F-Stop Gear haben mir auf die schnelle noch einen echt gescheiten Fotorucksack mit auf den Weg gegeben. Fettes Danke an alle Beteiligte an dieser Stelle!

Weitere 1.6 Sekunden hält das Kreuzband noch durch.

Eine schnell aber professionell angelegte Bandage ersparte die Heli-Rettung. Eigentlich schade irgendwie. Aber man hat ja seine Bergler-Ehre...

Die Sorgen waren also passé und ich konnte gelöst zum Finalevent der Mountain Mastery fahren. Im Ötztal lockte auch direkt frischer Powder und Sonnenschein, aber seltsamerweise stand ich auf dem Ski wie der letzte Honk und hätte besser schon nach der ersten Abfahrt Schluss gemacht. Denn auf der Dritten war dann Schluss. Unfreiwillig. Ein kurzer Steinkontakt, ein Straucheln, der Harschdeckel packte zu, der rechte Ski stach ein und es drehte mich langsam herum. Ein böses „SCHNACK“, dass aus meinem Knie herauf tönte, signalisierte mir schon vor dem Aufschlag, dass da etwas gar nicht gut war.

Mein erster Gedanke im Schnee war: „Hoffentlich war’s das nicht mit AK!“, aber das dumpfe Gefühl im Knie gab mir tief drinnen die Gewissheit, dass diese Hoffnung eher unrealistisch war. So lag ich da im steilsten Stück hinunter in die Hänge des Hangender Ferner am Söldener Gaislachkogel und war unendlich froh, als aus dem Funk Baschis Stimme tönte: „Knut? Alles ok? Soll jemand zu Dir runter kommen?“

Eine Binde (nein, nicht Tampon…) um’s Knie und eine Abfahrt über fantastische Pulverhänge auf einem Bein quer rutschend später, war auf der Behandlungsliege der Medalp Sportklinik Sölden Endstation für mich und meine Träume. Der MRT-Befund lautete: Ruptur des Vorderen Kreuzbandes, potentielle Schädigung des hinteren, leichte Zerrung in Innen- und Aussenband, leichte Knorpelrandschäden und Knochenprellungen, -stauchungen oder -mikrofissuren, aber wenig Einblutungen. Die Chancen, das Kreuzband zu erhalten bei sofortiger OP nach Steadman standen also gut und somit landete ich schon am nächsten Nachmittag auf dem Tisch der Klinik in Imst.

Wie sie sehen, sehen sie nix

Das Knie von Kürbis-Knut kurz vor der Verarbeitung zum Suppenspiess

Die OP ist scheinbar optimal verlaufen und die Chancen für mein Kreuzband stehen gut. Alle weiteren Schäden werden problemlos mit ausheilen. Aber sechs lange Wochen muss ich das Knie jetzt ruhig stellen und mit Schiene und Krücken herum laufen. Höchststrafe für einen aktiven und selbständigen Menschen wie mich… Meine Freundin lacht mich jetzt schon aus, wenn ich mit Umhängetasche bewaffnet durch die Wohnung stochere, um das Telefon einzusammeln und im Wohnzimmer zu telefonieren -und das nur, um mich ja nicht bedienen zu lassen… Vorausschauendes Denken und innovatives Handeln ist gefordert. Aber da bin ich ja wieder in meinem Element.

Mir tut es unendlich leid, dass ich Andy, Chris und Didi jetzt im Stich lassen muss. Ich wär gerne bei Euch! Aber ich weiss auch, dass ihr es ohne mich schafft und geniessen werded. Gebt Gas, Jungs!

Morgen geht’s schon los und ich freue mich auf Eure Berichte, so dass ich wenigstens in Gedanken bei Euch sein kann!

Und geplatzte Träume machen nur Platz für neue…

Katastrophenmeldung!

Gestern riss das Kreuzband von Knut beim Skifahren im Ötztal! Das Team ist schwer erschüttert über diese Nachricht kurz vor dem Start des „Dreamlines“- Projekt. Wir bedauern das sehr und wünschen Knut von ganzem Herzen, dass er so schnell wie möglich wieder gesund und fit wird und bald mit uns wieder in neue Abteuer starten kann.

Knut, wir sind voll bei Dir!

 

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